Christi Himmelfahrtslager 2026

„Back to the Roots“ – unter diesem Motto stand unser vergangenes Lager. Unser Ziel war es den Kindern näherbringen, wer wir überhaupt sind, und hoffentlich sowohl Wissen als auch Skills weiterzugeben. Leider hat uns das Wetter dabei einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Wie in den letzten Jahren auch sind wir an Christi-Himmelfahrt losgefahren, um mal wieder ein Zeltlager voller Spaß und Gemeinschaft zu erleben. Doch wie das Leben so spielt, läuft nicht immer alles nach Plan. Also beginnen wir am Anfang. Denn dieser liegt schon etwas länger zurück und handelt von unserer Themenfindung, die tatsächlich ziemlich einfach war. Wir wollten gerne mal wieder etwas zurück zu unseren Wurzeln. Dabei standen nicht unbedingt die Skills im Vordergrund, sondern vielmehr, den Kindern spielerisch unsere Strukturen näherzubringen. Aber spulen wir ein Stück vor, dann kommen wir auch zum eigentlichen Lager.

Dieses begann für uns Leitende schon am Mittwoch, den 13. Mai 2026. Wir trafen uns im Heim, verteilten Gepäck, Menschen und Anhänger und düsten los zum Zeltplatz in Ankum. Schließlich wollten wir bereits einige Dinge aufbauen, um den folgenden Tag, den offiziellen Anreisetag, etwas entspannter zu gestalten. Auf dem Programm stand zunächst der Aufbau von zwei Jurten sowie des Küchenzelts. Leider kündigte sich dabei bereits das schlechte Wetter an, dass uns die nächsten Tage nicht mehr verlassen sollte. Nachdem die Zelte standen, sogar zwei mehr als geplant, haben wir Leitenden lecker gegessen und den Großteil des nächsten Tages vorbereitet, danach ging es auch relativ früh ins Bett. Uns war bewusst, dass die kommenden Tage nicht ganz so schlafreich werden würden.

Am nächsten Tag reisten die Kinder gegen 12 Uhr an und gemeinsam wurden Zelte aufgebaut und bezogen. Darauf folgten eine Zeltplatzbegehung sowie eine Einweisung in die Regeln, bevor der erste offizielle „Back to the Roots“-Programmpunkt anstand: ein Chaosspiel – allerdings die Pfadfinderedition. Dabei mussten die Kinder Begriffe und Fragen rund ums Thema Pfadfinder suchen und beantworten. Nach dem Chaosspiel hatte die Küche bereits den Grill übers Feuer gestellt und Würstchen sowie Maiskolben gegrillt. Natürlich durften auch Salate nicht fehlen. Der Abschluss des Tages bildete unser Schmugglerspiel in der Pfadfinderedition. Hier konnten die Kinder mithilfe von Diamanten Gegenstände kaufen und so eine Lagertasche für fünf Tage packen. An dieser Stelle sollte man sich allerdings fragen, warum die eine Gruppe unbedingt 3 Taschenlampen brauchte…

Nachdem wir die Nacht mehr schlecht als recht überstanden hatten (es war verdammt kalt), begann schon der nächste Tag. Und die Kinder konnten zeigen, wie gut sie sich Dinge merken konnten. Denn für den Vormittag war eine Art Pubquiz geplant, das teilweise an die Fragen vom Chaosspiel anknüpfte. Die Kinder haben sich wacker geschlagen, doch am Ende gewannen die Rover/Pfadis knapp vor unseren Wös. Nach dem Mittagessen, bestehend aus Wraps, schnappten sich die Stufenleitenden ihre Stufen, um das Versprechen vorzubereiten. Dazu gehörte zum einen die Erklärung, was ein Versprechen überhaupt ist und wie es abläuft. Zum anderen mussten die Stufen verschiedene Versprechensaufgaben erledigen. So lernten die Wös den Freundschaftsknoten für ihr Halstuch, um es zu schließen. Die Juffis mussten sich zunächst mit ihren Leitenden auf einer Wippe ins Gleichgewicht bringen, anschließend als Gruppe allein und zum Schluss nochmal ihre Leitenden. Dabei war es vor allem wichtig, dass sie miteinander kommunizieren und als Team arbeiten. Die Pfadis hingegen bauten eine Trage, die mindestens zehn Sekunden eines ihrer Gruppenmitglieder tragen musste. Die einzigen Materialien, die sie dafür nutzen durften, waren Naturmaterialien, Sisal und Pullover. Am Abend sollte es dann nach einem Lagerfeuermenü, Stockbrot und Würstchen, zum Versprechen gehen. Doch wie bereits angekündigt, war das Wetter nicht besonders gnädig mit uns. Die zuvor nur vereinzelten Nieselschauer wurden mitten während des Essens von einem Platzregen abgelöst. Der Teig war dadurch nicht mehr essbar und die Kinder wurden zur Sicherheit in ihre Zelte geschickt. Da der Regen auch danach nicht besser wurde, musste eine Notlösung her: Kurzerhand wurden 30 Pizzen bestellt und die Kinder schauten gemeinsam Madagaskar. Das Versprechen mussten wir leider auf den nächsten Tag verschieben.

Nach einer erneuten sehr kalten und nassen Nacht brach für die meisten der letzte Tag an, auch wenn das zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war. Wieder musste aufgrund vom Wetter ein Programmpunkt ausfallen, sodass die Kinder ihren eigenen Stamm leider nicht mehr bauen konnten. Da das Wetter jedoch nicht besser wurde, und die Kinder vor Kälte und Nässe kaum noch warmzukriegen waren (und teilweise auch den Wunsch geäußert hatten, sie wollen nach Hause), haben wir schweren Herzens die Entscheidung getroffen, die Kinder abends um 21 Uhr abholen zu lassen. Uns war dabei wichtig, dass die Kinder selbst entscheiden konnten, ob sie bleiben oder fahren wollen. Nach einiger Bedenkzeit entschieden sich jedoch alle Kinder aus den unteren beiden Stufen dafür, abgeholt zu werden. Also hieß es: Eltern anrufen und mitteilen, dass wir das Lager für die Wös und Juffis abbrechen mussten. Doch vorher durften die Kinder noch ihr Versprechen ablegen. Und fast so als hätte BiPi unsere Bitten gehört, hatten wir während des Versprechens tatsächlich Sonnenschein.

Damit war das Lager offiziell für die Wös und Juffis beendet. Doch da nun alle Zelte nass und sperrig waren, packten die Übriggeblieben noch fleißig mit an. So wurden die inzwischen leeren Kinderzelte abgebaut und bereits mit dem Anhänger nach Vechta gebracht, wo sie im Heim schon einmal trocknen konnten. Auch ein Großteil des Materials wurde direkt mitgenommen, sodass wir am nächsten Tag etwas mehr Platz hatten.

Am Sonntag stand dann nur noch Abbau der Jurten, des Küchenzeltes sowie Aufräumen und Putzen auf dem Programm. Und damit endet auch unser Lager, das leider kälter, nasser und windiger war, als geplant und erhofft. Trotzdem hatten wir viel schöne Momente und freuen uns schon auf die nächsten Lager, die dann hoffentlich auch besseres Wetter mitbringen. Drückt uns die Daumen!

Und bis dahin sagen wir
Gut Pfad!